EinzelTherapie

Methodisch sind wir integrativ ausgerichtet. Es kommen verhaltenstherapeutische Strategien und psychodynamische Vorgehensweisen zum Tragen. Bei entsprechender Indikation nutzen wir auch andere Therapieformen, z.B. zur Traumabewältigung.
Die Einzeltherapie spielt eine zentrale Rolle in unserem Therapieaufbau. Alle Patienten haben mindestens drei Einzeltermine pro Woche.

Im Rahmen dieser Einzeltherapie schaffen wir eine verlässliche und verbindliche Vertrauensbeziehung zwischen uns und den Patienten. Dies bietet einen zuverlässigen Rahmen, in dem schwierige und persönliche Themen angesprochen werden können. Wir verstehen unsere Einzelarbeit immer als ein gemeinsames zielorientiertes Arbeiten auf Vertragsbasis. Deshalb definieren wir zu Beginn der Behandlung gemeinsam mit den Patienten die Ziele, um so einen klar strukturierten Therapieaufbau leisten zu können. Dadurch verhindern wir, dass sich die Arbeit in Nebenschauplätzen verzettelt. Selbstverständlich werden die vereinbarten Ziele im Laufe der Zeit immer wieder überprüft und ggf. auch verändert.
Das Grundkonzept unserer Arbeit ist kognitiv verhaltenstherapeutisch und lösungsorientiert. Dies bedeutet, dass wir – neben der Bearbeitung der Lern- und Lebensgeschichte und der Entwicklung eines realistischen und entwicklungsorientierten Selbstkonzeptes – Wert darauf legen, die in der Therapie erarbeiteten Veränderungen in konkretes Verhalten umzusetzen.


Intensive Gespräche ermöglichen Vertrauen

Wir unterstützen die jungen Erwachsenen darin, diese Verhaltensänderun­gen an ihrem Lebensort zu verwirklichen. Hierfür sind die Beurlaubungen nach Hause und in manchen Fällen auch Belastungserprobungen in der Schule oder am Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatzplatz wichtig.
Gemäß unserer Lösungsorientierung gehen wir davon aus, dass die vielen Fähig­keiten, die zur Bewältigung des Lebensalltags benötigt werden, bereits vorhanden sind, und dass es unsere Aufgabe ist, die Patienten darin zu unterstützen, ihr bereits vorhande­nes Potential (wieder-) zu entdecken sowie besser und zielführender damit umzugehen.

 

 


Die Einzeltherapie ist die Basis unserer Vorgehensweise

Die therapeutische Beziehung bietet hier einen sicheren und auch vertrau­ensvollen Rahmen. Die Basis hierfür schaffen wir dadurch, dass sich die Therapeutin oder der Therapeut innerlich auf seine Patienten einlässt und eine reale und ehrliche Beziehung anbietet.
Dieser Prozess ermöglicht es dem Therapeuten Instrumente der therapeutischen Beziehungs­gestaltung und auf Phänomene der Übertragung und Gegenübertragung zurückgreifen zu können, um so den Patienten besser verstehen, wichtige zugrunde liegende Konflikte zu erfassen und ein für ihn hilfreiches Arbeitskonzept entwickeln zu können.
Therapie ist für uns Kooperation in Richtung gemeinsamer Ziele. Für die Behandlung ist das oft nicht einfach, weil verständlicherweise Patienten jeglicher Veränderung oft zwiespältig gegenüber stehen. So möchten magersüchtige Menschen z. B. auf der einen Seite gesund werden, auf der anderen Seite aber ihr Essverhalten nicht ändern bzw. nicht zunehmen, denn die Magersucht ist auch ein Lösungsversuch für einen innerpsychischen Konflikt oder ein Beziehungsdilemma. Diese Themen sprechen wir offen an und können so gemeinsam mit den Patientinnen andere Möglichkeiten entwickeln, dieses Dilemma zu lösen und zu bewältigen. Auf diesem Weg wird die Grundlage dafür geschaffen auch nach dem Klinikaufenthalt ein stabiles Leben führen und die natürliche Entwicklung fortsetzen zu können.